Entstehungsgeschichte:
Bagels sind im 16. oder 17. Jahrhundert in Mitteleuropa entstanden und waren bei der jüdischen Bevölkerung Wiens sehr beliebt. Der Name "Bagel" leitet sich von "Bejgel" für Gebogenes oder dem
Steigbügel ab, dessen Form er nachempfunden ist. Auch gibt es ein aus der Slowakei stammendes Gebäck, welches gefüllt ist und Beugel genannt wird (Nussbeugel, Mohnbeugel). In den 1880ern brachten
dann europäische jüdische Auswanderer ihr Gebäck mit in die Vereinigten Staaten und aus "Beugal" wurde der Bagel. Die Thompson Bagel Machine Corporation entwickelte Anfang des 20. Jahrhunderts
die erste kommerziell einsetzbare Bagel-Maschine.
In den USA sind Bagel heute ein Standardprodukt.
Er ist dort das Wahrzeichen der jüdischen Küche.
Legende einer anderen Entstehungsgeschichte:
Eine Legende sagt, dass der Bagel eigentlich aus Österreich stammt. Ein Wiener Bäcker wollte 1683 dem polnischen König Jan Sobieski für den Sieg über die Türken danken. Der König war ein
begeisterter Reiter, sodass der Bäcker dem König Brot in einer runden Form backen wollte - wie ein Hufeisen. Das österreichische Wort für Hufeisen war zu dieser Zeit "Beugal"
Bagels in der Gegenwart :
Der Teig für Bagels wird zuerst gekühlt, am nächsten Tag in Honigwasser gekocht und dann gebacken. Die Produktion an zwei aufeinanderfolgenden Tagen machte es möglich, den Bagel auch nach dem
Ende des Shabbat (nach Sonnenuntergang) frisch zuzubereiten, indem man den vor dem Shabbat bereiteten Teigling aus dem Kühlkeller holte und durch das Kochen zu neuem Leben "erweckte".
Instant-Brot würde man so etwas heutzutage nennen, denn am Shabbat darf man kein Feuer machen und nicht arbeiten. Das Loch in der Mitte diente dem Transport mit Holzstangen, da man so auch vor
dem Ende des Shabbat den Teig bewegen konnte, ohne ihn direkt anzufassen (was ebenfalls verboten war).
Die Bagels werden pur (Mohn, Sesam) oder mit süßen (Zimtrosinen, Blaubeeren, Schokolade) oder herzhaften (Käse) Zutaten gebacken. In Restaurants (zum Beispiel Bagel Brothers oder Salomon Bagels
und Cafesito in Bregenz) werden sie auch aufgeschnitten und mit Salaten, Frischkäse und/oder Aufschnitt gefüllt serviert. In den USA ist es weitverbreitet, den Bagel aufzuschneiden und mit Lachs
und Frischkäse zu belegen.
Neben New York ist heute sicher das kanadische Montréal die wichtigste Bagel-Stadt Nordamerikas. Bagels werden hier seit den frühen sechziger Jahren nach einem eigenen Rezept hergestellt.
Ähnliche Backwerke:
Russisch-ukrainische Bubliki wurden von den Verkäufern an einer Schnur um den Hals getragen. Der amerikanische Donut wird im Gegensatz zum Bagel in Fett ausgebacken.
Ebenfalls sehr ähnlich sind türkische Simit, die sich nur unwesentlich von Bagel unterscheiden, oft jedoch mit Sesam bestreut gebacken werden (allerdings nicht überall in der Türkei).
Café au lait [kaˈfe oˈlɛ] (frz. „Kaffee mit Milch“) ist die französische (Ur-)Bezeichnung für Milchkaffee: Kaffee mit (möglichst heißer) Milch.
Café au lait wird in einer großen Schale serviert. Café au lait wird in der Regel in Frankreich nur zum Frühstück getrunken und durchaus auch in Cafés angeboten. In einfachen Cafés oder Bistros ist es nicht unüblich, dass ein Gast sein Baguette oder sein Croissant wie zuhause in seinen Milchkaffee eintunkt.
In Deutschlands Gastronomie wird „Café au lait“ (fälschlicherweise oft „Café olé“ genannt, was wohl von der Aussprache des Französischen abgeleitet ist) zwar mittlerweile ständig verlangt und
auch serviert bzw. getrunken; doch es wäre hierzulande unschicklich, ein Brötchen hineinzutauchen.
Der Kaffee als solcher ist etwa Mitte des 19. Jahrhunderts von Frankreich aus nach Italien „ausgewandert“ und wurde dort verfeinert. Obwohl er als „Espress“ zurückkehrte, erreichte er nie die
italienische Qualität. Dennoch kommt er – auch für den „Café au lait“ – in der Gastronomie seit langem in der Regel aus Espressomaschinen.
Filterkaffee, wie in Deutschland, ist in Frankreich nahezu unbekannt. Die in französischen Haushalten übliche Möglichkeit der Zubereitung eines starken Kaffees wird in der Regel mit Hilfe einer –
in Deutschland auch als Espressozubereiter bekannten - handelsüblichen gusseisernen Kanne genutzt. Bei dieser Kaffee-Zubereitungsweise handelt es sich im Ergebnis jedoch um einen Mokka, also um
einen starken Kaffee, worauf es den Franzosen am Morgen ankommt
Milch besteht unter anderem aus Eiweiß und Fett. Wird sie mit Luft vermischt, so bildet sich Milchschaum.
Cappuccino [kap:ut:'tʃi:no] ist ein italienisches Kaffeegetränk, das etwa je zu einem Drittel aus einem mit doppelter Wassermenge gebrühten Espresso (espresso lungo), aus heißer Milch und heißer aufgeschäumter Milch besteht.
Er basiert auf dem österreichischen Kapuziner, normalem Kaffee, der mit Schlagsahne vermischt wurde.
Zur geschmacklichen Verfeinerung kann der Cappuccino mit etwas Kakaopulver oder Zimt bestreut werden. Dabei werden in italienischen Kaffeebars manchmal mit Hilfe von Schablonen Muster (Herzen,
Wolken, Schmetterlinge usw.) produziert.
Das Bestreuen mit Kakao ist jedoch keinesfalls überall üblich. Vor allem in Norditalien und in anspruchsvollen Kaffeebars wird das charakteristische Herzmuster durch den Kaffeeeinschuss im Milchschaum erzeugt.
Der Name des Getränks leitet sich von den Kapuzinern ab; die Farbe der Kutte, die diese Mönche tragen, entspricht dem idealen Braunton eines Cappuccinos. In Österreich wurde deshalb diese
Kaffeevariante „Kapuziner“ genannt. Im Italienischen wurde daraus Cappuccino.
Cappuccino wird in der Regel in dickwandigen und vorgewärmten Tassen aus Steingut oder Porzellan serviert und gesüßt getrunken. In Italien nimmt man ihn fast ausschließlich zum Frühstück ein. In
Deutschland wie auf der ganzen Welt ist Cappuccino in den letzten Jahren zu einem der populärsten Kaffeegetränke in der Gastronomie geworden.
Die in Mittel- und Norddeutschland anzutreffende Variante eines Cappuccino, der mit Schlagsahne statt aufgeschäumter Milch zubereitet wird, ist in Österreich als Kapuziner bekannt, in Italien als
cappuccino con panna.
In Österreich und Süddeutschland wird überwiegend die italienische Variante des Cappuccinos serviert.
Croissants (französisch für „Halbmond, Hörnchen“), österreichisch Kipfel, schweizerisch Gipfeli, sind ein französisches bzw. österreichisches Gebäck aus Plunderteig, einem Hefeteig, der wie Blätterteig mehrfach ausgerollt und mit eingearbeiteten Schichten von Butter zusammengefaltet wird.
Zur Herstellung wird am Vortag ein Hefeteig aus Mehl, Hefe, Eiern, Butter und Salz hergestellt, der über Nacht an einem kühlen Ort ruhen muss. Anschließend wird er zu einem Quadrat ausgerollt,
mit einem separat ausgerollten, kalten und bemehlten Stück Butter belegt, das nach Art eines Briefumschlags mit den Ecken des Teigs bedeckt wird. Nun wird der Teig zu einem Rechteck von
dreifacher Länge ausgerollt und von beiden Enden her wieder zu einem Quadrat gefaltet. Diese sogenannten Touren werden dreimal wiederholt, bis schließlich aus ausgeschnittenen Teigdreiecken
Hörnchen geformt und gebacken werden können.
Die Herkunft des Croissants wird häufig mit dem Kipfel in Verbindung gebracht, das die Lokalgeschichtsschreibung hartnäckig als Wiener Erfindung darstellt.
Tatsächlich handelt es sich wohl um ein Klostergebäck, das wahrscheinlich zu Ostern gebacken wurde - die ersten Bäckereien standen in Klöstern und die Form ahmt Ziegenhörner nach, daher auch der Name „Hörnchen“. Nachweislich wurde ein derart geformtes Gebäck ab 1000 n.Chr. gebacken.
In Frankreich wurden Croissants angeblich durch Marie Antoinette populär, die Frau Ludwigs XVI. und Tochter der österreichischen Kaiserin Maria Theresia. Das österreichische Hörnchen wurde in
Frankreich nach der Sichelform des zunehmenden Mondes (croissant de lune) umbenannt. Ebenso wie die Brioches gehört auch das Croissant zu den klassischen Bestandteilen eines französischen
Frühstücks, ist jedoch heute weltweit populär.
Croissants werden auch mit Käse überbacken oder mit Schinken gefüllt in vielen Bäckereien angeboten. Daneben wird in Deutschland auch das Schokocroissant mit Schokoladen- oder Nougatfüllung
verkauft, das aber mit dem französischen „pain au chocolat“ nicht vergleichbar ist.
Espresso ist eine Zubereitungsart von Kaffee, bei der Wasser mit hohem Druck durch sehr fein gemahlenes Kaffeemehl gepresst wird.
Das Verfahren ergibt einen starken Kaffee, auf dem sich eine dichte, hasel-nussbraune Schaumschicht – die Cremá – befindet, die zu seinem Aroma beiträgt. Durch die starke Röstung und eine typische Portionsgröße von 25 ml ist der Koffeingehalt einer Tasse Espresso jedoch geringer als der einer Tasse Filterkaffee (typischerweise 125 ml).
Espresso wird in der Regel in kleinen, dickwandigen und vorgewärmten Tassen mit ca. 40 ml Fassungsvermögen serviert und gesüßt oder ungesüßt getrunken. Oft wird er mit einem Glas Wasser serviert.
Espresso ist heute die häufigste Zubereitungsart für Kaffee in Südeuropa, insbesondere in Italien und Spanien. In diesen Ländern erhält man (für Touristen meist überraschend) einen Espresso, wenn man Kaffee (ital.: caffè, span.: café, gr.: καφές, bulg.: kaфe) bestellt.
Seine Wurzeln hat der Espresso in Italien, wo diese Art der Kaffeezubereitung um 1900 aufkam. Das deutsche Wort Espresso leitet sich von der ausführlichen italienischen Bezeichnung caffè espresso
ab. Diese kommt von italienisch espresso, mit dem ein explizit für den Gast zubereitetes Gericht bezeichnet wurde, also ein Ausdruck aus den Anfängen, als es Espresso nur in Bars gab.
Die wahrscheinlich unzutreffenden Erklärungen, dass der Name etwas mit „schnell“ (express) oder dem hohen Wasserdruck (lat. exprimere = ausdrücken PPP expressum) zu tun hat, sind weit verbreitet. Eigentlich falsch ist auch die Bezeichnung Expresso, die eventuell aus dem Französischen in den deutschen Sprachgebrauch gelangt ist.
Espresso lungo (von ital. lungo: lang): Ein „verlängerter“ Espresso mit der doppelten Wassermenge bei gleicher Kaffeemenge heißt „Espresso lungo“.
Kaffee [ˈkafe, kaˈfeː] (türk. kahve aus arab. قهوة qahwa „anregendes Getränk“; auch: Wein) ist ein schwarzes, koffeinhaltiges Heißgetränk, das aus gerösteten (Röstkaffee) und gemahlenen Kaffeebohnen hergestellt wird.
Röst- und Mahlgrad variieren je nach Zubereitungsart.
Kaffee enthält das Vitamin Niacin.
Die Kaffeebohnen werden aus Steinfrüchten verschiedener Pflanzenarten aus der Familie der Rubiaceae gewonnen. Die beiden wichtigsten Arten der Kaffeepflanze sind Coffea arabica (Arabica-Kaffee) und Coffea canephora (Robusta) mit vielen Sorten/Varietäten.
Je nach Art der Kaffeepflanze, Sorte der Kaffeebohne und Anbauort gibt es unterschiedliche Qualitätsstufen. So gilt Kaffee aus Robusta-Bohnen als minderwertig gegenüber dem aus reinem Arabica, dabei haben diese Bohnensorten lediglich unterschiedliche Eigenschaften und Preisbildungsfaktoren.
auch Kalte Schnauze, Schwarzer Peter oder Kellerkuchen ist eine Süßspeise.
Sie besteht aus in Kakao-Kokosfett-Creme aufgeschichteten Butterkeksen und wird hergestellt, indem in einer Kastenkuchenform nacheinander die Keks-Schichten ausgelegt und anschließend jeweils mit Kakaocreme bestrichen werden.
Die Geschichte dieses „Kuchens ohne Backen" lässt sich bis ins frühe 20. Jahrhundert zurückverfolgen; die Firma Bahlsen gab in den 1920ern ein Rezept für einen „Schokoladenkuchen aus Leibniz-Keks" heraus.
Als typische Kalorienbombe wird das Gericht heute aber eher mit der Küche der deutschen Wirtschaftswunderzeit assoziiert.
Latte macchiato ['lat:e mak:'jaːto] (italienisch gefleckte Milch) ist ein beliebtes Heißgetränk aus Milch und Espresso, das dem Milchkaffee ähnelt, aber in der Regel mehr Milch enthält und aus stärker gerösteten Bohnen zubereitet wird.
Ursprünglich wurde es in Italien für Kinder zubereitet, damit sie wie die Erwachsenen Kaffee trinken können, ohne zu viel Koffein zu sich zu nehmen.
Mittlerweile ist es in Mitteleuropa auch bei Erwachsenen beliebt. Dem Duden zufolge kann man sowohl "der Latte macchiato" als auch "die Latte macchiato" sagen. Der Genus des italienischen Wortes latte ist jedoch männlich (il latte "der Latte").
Ein Latte macchiato wird üblicherweise in einem hohen, schmalen Glas serviert und besteht aus drei Schichten, die sich nur wenig miteinander vermischen
sollten:
Die unterste Schicht bildet heiße Milch.
Dann folgt eine Schicht bestehend aus einem Espresso.
Die oberste Schicht besteht aus Milchschaum.
Der Espresso bleibt deshalb über der Milch, weil er heißer ist als diese und somit eine geringere Dichte als die fettreichere Milch besitzt. Um eine gute Schichtung zu erhalten, darf der Espresso deshalb nicht kälter als die Milch sein, da sich die Dichteverhältnisse sonst umkehren.
Am einfachsten gelingt die Zubereitung eines Latte Macchiato, wenn man den Espresso als letztes hinzu gießt, sodass er durch den Schaum abgebremst wird. Dass Schaum aus fettarmer Milch länger stabil bleibt als Schaum aus Vollmilch, ist wohl eine falsche Annahme. Stabiler Schaum wird durch richtiges Aufschäumen erzeugt, dabei sind sowohl das Fett als auch das Eiweiß beteiligt.
Den genauen Zusammenhang hat die Doktorarbeit "Charakterisierung der Makro- und Mikrostruktur von Milchschäumen" am Kieler Institut für Chemie und Technologie der Milch untersucht. Ergebnis: Je höher Temperatur, Eiweiß- und Fettgehalt, desto stabiler der Schaum. Die Empfehlung, H-Milch mit nur 1,5 Prozent Fett zu verwenden, scheint also, zumindest was die Schaumqualität anbelangt, fragwürdig.
Man kann den umgekehrten Milchkaffee auch mit Schokoflocken, Kakaopulver oder Gewürzen (z. B. Zimt) garnieren. Der Kaffee wird im Restaurant mit einem langstieligen Löffel serviert (notfalls
geht es auch mit dem Eislöffel), wenn auch das Getränk häufig mit einem Strohhalm getrunken wird.
Ein Strudel ist eine Mehlspeise aus einer gefüllten und gebackenen oder gekochten Teigrolle.
Sie ist auf dem Gebiet des Habsburgerreiches entstanden, fand später Einzug in die jeweils nachfolgenden Nationalküchen (z. B. Österreichische Küche) und ist mittlerweile international verbreitet.
Das älteste überlieferte Rezept stammt aus einer als Koch Puech betitelten Handschrift aus dem Jahr 1696, die sich heute in der Wiener Stadtbibliothek befindet.
Herstellung
Für den Teig wird je nach Rezept Strudelteig, aber auch Blätter- oder Hefeteig (Germteig) verwendet. Der Strudelteig wird aus feinem Weizenmehl (bei Blutwurststrudel aus Kartoffelmehl), Wasser und Öl hergestellt. Intensive mechanische Bearbeitung (Walken und Schlagen) sowie eine längere Ruhezeit vor der Verarbeitung ermöglichen das extreme Auswalzen und Ausziehen des Teiges, der im Idealfall so dünn ist, dass er durchscheinend wird und dennoch nicht reißt.
Für das Ausziehen gibt es verschiedene Techniken. So kann man den Teig zuerst dünn ausrollen und dann langsam über die Handrücken gelegt abwechselnd ausziehen. Danach legt man den Teig auf ein Küchentuch (in Österreich und Süddeutschland dann auch "Strudeltuch" genannt[, belegt ihn mit der Füllung und rollt ihn mit Hilfe des Küchentuches auf.
Namensherkunft
Der Name Strudel ist vom (Wasser)strudel übertragen - ursprünglich war Strudel schneckenförmig gewunden, wie Börek teils noch heute. Im 16. Jahrhundert wurde Strudel aus 10-12 Teigschichten zubereitet und wurde nach dem Backen mit Puderzucker bestreut.
Am Ende des 16. Jahrhunderts begannen die Konditoren, Strudel mit verschiedenen Früchten oder Topfen zu erfüllen.
Im. 18 Jahrhundert trat eine große Veränderung im Strudelbacken ein: Der Teig wurde auf einem Tisch ausgerollt, gefüllt und danach mit der Tischdecke aufgerollt.
Strudelvarianten
Es gibt unzählige Strudelvarianten, darunter Apfelstrudel, Topfenstrudel und Blutwurststrudel. In der schwäbischen Küche gibt es einen Brätstrudel.
Pulsnitzer Pfefferkuchen (geschützter Name) sind eine Lebkuchenvariation in vielen verschiedenen Sorten, die aus dem sächsischen Pulsnitz kommen.
Neben einer Lebkuchenfabrik gibt es in der „Pfefferkuchenstadt" noch acht traditionell-handwerklich produzierende Pfefferküchlereien.
Anders als der Name vermuten lässt, werden „Pfefferkuchen" üblicher Weise ohne die Zugabe von Pfeffer hergestellt. Der Name geht vielmehr auf das Mittelalter zurück. Die exotischen Gewürze, die ein wesentlicher Bestandteile des Gebäcks sind, wurden damals ganz allgemein als „Pfeffer" bezeichnet.
Das Besondere an dem original Pulsnitzer Pfefferkuchen ist, dass der Teig kein Fett enthält und über mehrere Wochen und Monate zum Reifen eingelagert wird. Erst danach wird er gewürzt und weiter verarbeitet.
Das genaue Rezept und die Zusammensetzung der Gewürze gilt als streng gehütetes Geheimnis der meist als Familienbetrieb wirtschaftenden Pfefferküchlereien.
Die wichtigste Pulsnitzer Pfefferkuchensorte, die Spitzen, ist gefüllt und mit Schokolade überzogen. Daneben gibt es auch ungefüllte Sorten, darunter Alpenbrot, Pflastersteine und neuerdings Vollkornpfefferkuchen, Bio-Dinkelvollkorn-pfefferkuchen und auch Hanfpfefferkuchen.
Historisches
Pfefferkuchen waren und sind ein traditionelles Festtagsgebäck - nicht nur zu Weihnachten. Bereits seit 1558 dürfen die Pulsnitzer Bäcker Pfefferkuchen über ihren eigenen Bedarf backen. Als 1745 der Pulsnitzer Bäcker und Küchler Tobias Thomas aus Thorn (heute Toruń in Polen) mit einem neuen Rezept in seine Heimatstadt zurückkehrt, erfuhr dieses Handwerk einen neuen Aufschwung.
Die Pulsnitzer Pfefferküchler zählten früher zu den königlich-sächsischen Hoflieferanten
Quelle: Wikipedia Freie Enzyklopädie